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Offene Lernsettings für alle: UDL und Diklusion als Grundlage für Empowerment

Warum die Verbindung von Universal Design for Learning und Diklusion, also der systematischen Verknüpfung von digitalen Medien und Inklusion, Lernende stärkt: Sie schafft offene, digital-inklusive Lernumgebungen, die Autonomie und Kooperation ermöglichen.

Autor:innen
Lea Schulz, Lukas Fehlings
Erschienen
Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 2026
Beitragsart
konzeptionell
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Empowerment als Ziel inklusiver Bildung

Teilhabe, Autonomie und Selbstbestimmung sind in der Behindertenrechtskonvention als Menschenrechte verankert; sie gilt als „Empowerment-Konvention“ (Bielefeldt 2009). Empowerment bedeutet, Lernende als aktive Subjekte ihrer Bildung anzuerkennen (Herriger 2020). Die Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan 2000) benennt dafür drei Grundbedürfnisse: Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit.

Vorgehen

Konzeptionelle Verbindung zweier Ansätze

Der Beitrag ist konzeptionell: Er verbindet zwei etablierte Ansätze. Das Universal Design for Learning (CAST 2018) adressiert Barrieren im Lernprozess präventiv und fördert die Learner Agency. Das Konzept der Diklusion (Schulz 2021) integriert digitale Medien als strukturelle Ressource, um Teilhabe und Differenzierung zu ermöglichen. Aus ihrer Verbindung wird begründet, wie offene, digital-inklusive Lernsettings entstehen.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernaussagen

01 · UDL

Barrieren präventiv abbauen

UDL gestaltet Lernumgebungen von vornherein so, dass möglichst wenige Barrieren entstehen. Das stärkt die Handlungsfähigkeit der Lernenden.

02 · Diklusion

Digitale Medien als Ressource

Diklusion nutzt digitale Werkzeuge strukturell, um zu individualisieren, Teilhabe zu ermöglichen und Kooperation zu unterstützen.

03 · Verbindung

Offene Settings ermöglichen Empowerment

Gemeinsam schaffen UDL und Diklusion offene Lernumgebungen, die Autonomie und Kooperation zugleich ermöglichen und damit Empowerment stützen.

Im Bild

Von zwei Ansätzen zum Empowerment

Universal Design for Learning Barrieren präventiv abbauen Diklusion digitale Medien als Ressource Offene, digital-inklusive Lernsettings Empowerment · Learner Agency

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Was das für die Praxis heißt

Wer Lernende stärken will, sollte Lernumgebungen so gestalten, dass sie Autonomie, Kompetenzerleben und Zugehörigkeit ermöglichen. UDL liefert dafür den didaktischen Rahmen, Diklusion die digitalen Werkzeuge. In offenen, digital-inklusiven Settings können Lernende selbstbestimmt und kooperativ arbeiten; darin liegt die Voraussetzung für Empowerment.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). Self-Determination Theory and the Facilitation of Intrinsic Motivation. American Psychologist, 55(1), 68–78.
  • CAST (2018). Universal Design for Learning Guidelines (Version 2.2).
  • Schulz, L. (2021). Diklusion – Lehren und Lernen mit digitalen Medien in inklusiven Settings.
  • Herriger, N. (2020). Empowerment in der Sozialen Arbeit (6. Aufl.). Kohlhammer.
  • Bielefeldt, H. (2009). Zum Innovationspotenzial der UN-Behindertenrechtskonvention. Deutsches Institut für Menschenrechte.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schulz, L., & Fehlings, L. (2026). Offene Lernsettings für alle: Universal Design for Learning und Diklusion als Grundlage für Empowerment. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 32(02), 13–19. https://doi.org/10.57161/z2026-02-03

Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.

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