Transformative (inklusive) Bildung im Kontext der KI-Entwicklung
Künstliche Intelligenz kann digitale Ungleichheit verstärken. Transformative Bildung antwortet darauf mit drei pädagogischen Prinzipien: Reflexionsräume, kritische Medienanalyse und partizipative Gestaltung.
KI verändert Bildung und Teilhabe
Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz, von multimodalen Sprachmodellen bis zur Perspektive einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI; Morris et al. 2024), verändert Bildung und gesellschaftliche Teilhabe grundlegend. KI bietet Potenziale für Inklusion, bringt aber zugleich neue Risiken, die vulnerable Gruppen besonders treffen. Der Beitrag analysiert, wie digitale Ungleichheit durch KI verstärkt wird.
„AI is all you need?“ und der englischsprachigen Fassung „AI For Whom?“." data-i18n-fr="Il s’agit de la troisième contribution de l’axe de recherche sur l’« AI Divide », aux côtés de « AI is all you need? » et de la version anglaise « AI For Whom? »." data-i18n-es="Es la tercera contribución de la línea de investigación sobre la « AI Divide », junto a « AI is all you need? » y la versión en inglés « AI For Whom? »." data-i18n-en="It is the third contribution of the „AI divide“ research strand, alongside „AI is all you need?“ and the English-language version „AI For Whom?“.">Es ist der dritte Beitrag des Forschungsstrangs zum „AI Divide“, neben „AI is all you need?“ und der englischsprachigen Fassung „AI For Whom?“.
Theoretischer Zugang
Der Beitrag ist konzeptionell-theoretisch. Er verbindet die Analyse eines KI-getriebenen „AI Divide“ mit dem Konzept der transformativen Bildung: Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern kritisches Hinterfragen und aktive Gestaltung fördern. Daraus werden drei pädagogische Prinzipien für den schulischen Umgang mit KI abgeleitet.
Drei pädagogische Prinzipien
Reflexionsräume
Räume, in denen KI-Systeme und ihre Voraussetzungen kritisch betrachtet und ihre Wirkungen auf Teilhabe reflektiert werden.
Kritische Medienanalyse
Verstehen, wie KI funktioniert, woher ihre Daten stammen und wo Verzerrungen und Ausschlüsse entstehen.
Partizipative Gestaltung
Aufgaben, in denen Lernende KI aktiv und handlungsorientiert mitgestalten.
Drei Prinzipien, ein Ziel
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Was das für Schule heißt
Damit KI nicht bestehende Ungleichheiten vertieft, reicht reine Anwendungskompetenz nicht aus. Schulen brauchen Räume und Aufgaben, in denen Lernende KI verstehen, kritisch bewerten und mitgestalten. So wird transformative Bildung zur Voraussetzung dafür, dass KI inklusiv, gerecht und handlungsorientiert eingesetzt wird, besonders für Gruppen, die von Marginalisierung bedroht sind.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Morris, M. R., et al. (2024). Levels of AGI: Operationalizing Progress on the Path to AGI.
- Bengio, Y., et al. (2025). International AI Safety Report.
- van Dijk, J. (2020). The Digital Divide. Polity Press. · Shew, A. (2020). Ableism, Technoableism, and Future AI.
- Mezirow, J. (1995). Transformative Learning. · Schluchter, J.-R. (2020). Aktive Medienarbeit als Empowerment.
- Autenrieth, D., Schluchter, J.-R., & Schulz, L. (2025). AI is all you need? Zeitschrift für Inklusion.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.