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Das inklusive Potenzial von KI-Chatbots im Fremdsprachenlernen

Eine systematische Auswertung von 7.810 Nachrichten an den Chatbot „Vulpy“ zeigt, wie Lernende ihn im Alltag tatsächlich einsetzen. Drei Barrieren begrenzen dabei sein inklusives Potenzial.

Autor:innen
Christa Schmid-Meier, Lea Schulz
Erschienen
Springer (HCI), 2025
Beitragsart
empirisch · Mixed-Methods
Sprache
English
Worum geht es?

Chatbots als Versprechen für inklusives Lernen

KI-Chatbots gelten als vielversprechende Werkzeuge für personalisiertes und inklusives Lernen, gerade auch für marginalisierte Lernende (Labadze et al. 2023). Für das Fremdsprachenlernen ist jedoch kaum untersucht, wie Schüler:innen Chatbots tatsächlich nutzen und welche Hürden dabei auftreten. Genau hier setzt die Studie an: Sie analysiert die reale Nutzung des Lern-Chatbots „Vulpy“ auf einer Online-Lernplattform.

Vorgehen

Methode & Daten

In einem Mixed-Methods-Design wurde eine systematische, kategoriengeleitete Auswertung von 7.810 Nachrichten mit einer vertieften qualitativen Analyse kombiniert. Die Daten stammen aus echten Chatverläufen von Schüler:innen aus acht europäischen Regionen; Nachrichten von Eltern und Lehrkräften wurden ausgeschlossen. Die Auswertung erfolgte kategoriengeleitet in MAXQDA, codiert von zwei Forschenden.

Zentrale Ergebnisse

Anders genutzt als gedacht

01 · Nutzung

Soziales Ausprobieren prägt die Nutzung

Ein erheblicher Teil der Lernenden richtete den Chatbot auf soziale, experimentelle oder regelverletzende Interaktionen aus; das Fremdsprachenlernen trat dabei in den Hintergrund.

02 · Barrieren

Drei Hürden begrenzen das Potenzial

Sichtbar werden sprachliche, interaktionale und motivationale Barrieren. Sie schränken das inklusive Potenzial des Chatbots spürbar ein.

03 · Konsequenz

Begleitung und Einbettung sind nötig

Inklusives Lernen mit Chatbots setzt Scaffolding, eine strukturierte didaktische Einbettung und ein adaptiveres Chatbot-Design voraus.

Im Bild

Von der Barriere zum Scaffolding

Sprachlich Sprach- & Verständnishürden Interaktional Gesprächsführung mit dem Bot Motivational Antrieb & Zielbindung Begrenztes inklusives Potenzial Scaffolding & strukturierte didaktische Einbettung

Eigene Darstellung der Kernaussage (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Was das für die Praxis heißt

Chatbots unterstützen inklusives Lernen erst dann, wenn sie didaktisch gerahmt werden: klare Aufgaben, begleitende Scaffolds und ein Design, das sich an unterschiedliche Lernende anpasst. Fehlt diese Rahmung, weichen Lernende auf soziales Ausprobieren aus, und gerade jene, die Unterstützung am meisten bräuchten, profitieren am wenigsten.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Labadze, L., Grigolia, M., & Machaidze, L. (2023). Role of AI Chatbots in Education: A Systematic Literature Review. International Journal of Educational Technology in Higher Education.
  • Huang, W., Hew, K. F., & Fryer, L. K. – Review of 25 studies (2010–2021) on chatbots in language education.
  • Zhang, … – Analysis of chatbot-assisted learning (2000–2022): repetitiveness, authenticity, interactivity, student-centeredness, enjoyment.
  • Deng, … et al. – Analysis of 69 articles (2022–2024) on ChatGPT in education.
  • OECD – Definition of inclusion as an ongoing process of quality education for all while respecting diversity.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schmid-Meier, C. & Schulz, L. (2025). Exploring the inclusive potential of AI chatbots: Engagement and barriers in foreign language training. Springer (HCI).

Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Das Original ist nicht frei lizenziert; der Verlagstext und das Abstract werden hier daher nicht im Wortlaut wiedergegeben.

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