Kommunikation & Kollaboration in digital-inklusiven Grundschulklassen
Eine videografische Studie dazu, wie Kinder beim Lernen mit digitalen Medien im inklusiven Grundschulunterricht interagieren und kollaborieren, und welche Bedingungen Teilhabe für alle ermöglichen.
Was die Studie zeigt
Individuelle Unterstützung ermöglicht Kollaboration
Gezielte Lernunterstützung erweist sich als Voraussetzung dafür, dass kooperatives Lernen mit digitalen Medien im inklusiven Unterricht gelingt.
Digitale Medien eröffnen neue Teilhabewege
Digitale Werkzeuge schaffen zusätzliche Ausdrucks- und Beteiligungsformen: bergen ohne Begleitung aber auch das Risiko digitaler Exklusion.
Die Aufgabengestaltung prägt die Interaktion
Offene, am UDL orientierte Aufgaben fördern reichhaltigere Kommunikations- und Aushandlungsprozesse zwischen den Lernenden.
Überwiegend kooperatives Verhalten
Die videografische Analyse zeigt über die Gruppen hinweg überwiegend kooperatives Verhalten. Die Lernenden arbeiteten hoch motiviert an der gemeinsamen Medienproduktion und unterstützten sich gegenseitig, etwa durch das Austauschen organisatorischer Tipps, gegenseitiges Informieren und das Teilen unterschiedlicher Sichtweisen. Die heterogene Lerngruppe arbeitete dabei integrativ zusammen.
Wie untersucht wurde
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Ansatz | Videografische Studie (Mixed-Methods) |
| Stichprobe | 15 Viertklässler:innen, darunter drei mit schweren Lernschwierigkeiten und eine:r mit Autismus |
| Setting | Gruppenarbeit an einem Green-Screen-Film „Weihnachten in aller Welt“, angeleitet durch geschulte Lehramtsstudierende |
| Auswertung | Kategoriengeleitete Videoanalyse von Interaktion & Kollaboration |
| Theoretischer Rahmen | Universal Design for Learning (diklusiv) |
| Kooperation | Prof. Dr. A. Kürzinger, Prof. Dr. T. Böttinger |