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Artikel im Überblick Zeitschrift · begutachtet Open Access · CC BY 4.0

Diklusive Schulentwicklung: die Multiplikator:innenausbildung in Schleswig-Holstein

Wie wird digital-inklusive („diklusive“) Schulentwicklung dauerhaft in einem ganzen Bundesland verankert? Der Beitrag beschreibt die Multiplikator:innenausbildung in Schleswig-Holstein und leitet daraus ein Kompetenzmodell ab.

Autor:innen
Schulz, L.
Erschienen
2021
Beitragsart
konzeptionell · Erfahrungsbericht
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Digitalisierung und Inklusion synergetisch

Der Beitrag verbindet Digitalisierung und Inklusion zum Konzept der „Diklusion“, der systematischen Verbindung von digitalen Medien und Inklusion, und fragt, wie beide Bereiche in der Schulentwicklung nicht nur nebeneinander, sondern synergetisch zusammengedacht werden können. Am Beispiel Schleswig-Holsteins wird eine Ausbildung von Multiplikator:innen beschrieben, die diklusive Vorgehensweisen an Förderzentren und kooperierenden Regelschulen verankern soll. Daraus wird ein Modell diklusiver Kompetenzen von Lehrkräften abgeleitet.

Theoretischer Zugang

Ein Zertifikatskurs als Erfahrungsbasis

Der konzeptionelle Beitrag ist theoretisch fundiert (u. a. Implementations- und Schulentwicklungsforschung). Er beschreibt und reflektiert das Zertifikatskurs-Programm „Lernen mit digitalen Medien an Förderzentren“ als Erfahrungsbericht und leitet daraus Modellannahmen ab, ohne eine systematische eigene Datenerhebung.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

Fünf Ebenen digitaler Medien

Digitale Medien wirken in inklusiven Settings auf fünf Ebenen: von assistiver Funktion über Individualisierung und Kollaboration bis zur Lehrorganisation und Medienkompetenz.

02 · Kernpunkt

Symbiotische Implementation

Die Ausbildung setzt auf eine partizipative, symbiotische Implementationsstrategie, die verschiedene Expertisen bündelt und an reale Praxisprobleme der Lehrkräfte anknüpft.

03 · Kernpunkt

Multiplikator:innenmodell

Über je zwei Medienbeauftragte pro Förderzentrum und regionale Digital-Werkstätten wird diklusive Schulentwicklung in Netzwerke getragen und dauerhaft in inklusive Settings verbreitet.

Im Bild

Von zwei Feldern zum Kompetenzmodell

Digitalisierung Medienbildung Inklusion Teilhabe für alle Multiplikator:innen Fortbildung SH Diklusive Schulentwicklung Modell diklusiver Lehrkräfte-Kompetenzen

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Verschränkung entfaltet das Potenzial

Der Beitrag zeigt, dass digitale und inklusive Schulentwicklung erst in ihrer Verschränkung voll wirksam werden und Teilhabe aller Lernenden an der digitalen Gesellschaft ermöglichen. Das abgeleitete Kompetenzmodell und das Multiplikator:innenkonzept bieten einen praxisnahen Orientierungsrahmen für Fortbildung und Schulentwicklung.

Original-Abstract

Im Wortlaut

Der aktuelle wissenschaftliche Diskurs zur Schulentwicklung fokussiert vorrangig die Entwicklung von digitalen Ansätzen zum Lehren und Lernen. Im Kontext heterogener Lerngruppen und der gesellschaftlichen Verpflichtung inklusiver Lernangebote stellt sich eine parallele Entwicklung eines digitalen und inklusiven Ansatzes in der schulischen Praxis als ein umfassender innovativer Impuls dar. Aus den beiden Bereichen heraus entstehen einerseits Synergieeffekte und andererseits führen sie zur Partizipation aller Schülerinnen und Schüler an der digitalen Gesellschaft. In Schleswig-Holstein wurde dafür eine Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenausbildung etabliert, die diklusive (digital-inklusive) Vorgehensweisen initiiert und langfristig in inklusiven Settings an Schulen verbreitet. In der Konklusion der Anforderungen aus medienpädagogischer sowie inklusiver Perspektive an einen zeitgemässen Unterricht lässt sich das Modell für diklusive Kompetenzen von Lehrkräften abbilden.

Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Filk, C. (2019). „Onlife“-Partizipation für alle. Plädoyer für eine digital-inklusive Bildung.
  • Gräsel, C. & Parchmann, I. (2004). Implementationsforschung – oder: der steinige Weg, Unterricht zu verändern.
  • Schulz, L. & Beckermann, T. (2020). Neun Aspekte guten diklusiven Unterrichts.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schulz, L. (2021). Diklusive Schulentwicklung. Erfahrungen und Erkenntnisse der digital-inklusiven Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenausbildung in Schleswig-Holstein. MedienPädagogik, 41, 32–54.

Diese Seite fasst den Beitrag in eigenen Worten zusammen. Das Original-Abstract wird unter der offenen Lizenz CC BY 4.0 im Wortlaut wiedergegeben.

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