Kultur der Diklusivität: auf dem Weg zu einer digital-inklusiven Schulgemeinschaft
Der Beitrag erweitert Stalders „Kultur der Digitalität“ um die Inklusion und entwickelt daraus die „Kultur der Diklusivität“ als Haltungs- und Wertefundament einer digital-inklusiven Schulgemeinschaft.
Von der Digitalität zur Diklusivität
Der Beitrag überträgt Stalders Konzept der „Kultur der Digitalität“ auf das Spannungsfeld von digitalen Medien und Inklusion (Diklusion), also die systematische Verbindung von digitalen Medien und Inklusion, und ordnet die damit verbundenen sozialen und kulturellen Prozesse aus pädagogischer Perspektive ein. Im Zentrum steht die Frage, welche Haltung und welche Werte eine digital-inklusive Schulgemeinschaft trägt.
Ein Kulturbegriff, neu gedacht
Der konzeptionell-theoretische Zugang geht von Stalders drei Eigenschaften der Digitalität (Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität) aus und überträgt sie mit schulischen Beispielen (u. a. nach Schirmer) auf einen inklusiven Kulturbegriff der „Diklusivität“.
Drei Kernpunkte
Kultur der Diklusivität
In Weiterführung von Stalder wird die „Kultur der Digitalität“ um Inklusion erweitert: Die „Kultur der Diklusivität“ verbindet den natürlichen Umgang mit digitalen Medien mit der Wertschätzung von Vielfalt.
Drei Eigenschaften der Digitalität
Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität werden auf die Schule übertragen: etwa das kritisch-reflexive Auswählen aus vielen Quellen, die reflektierte Meinungsbildung in Gruppen und der bewusste Umgang mit Filtermechanismen.
Haltung und Werte als Kern
Ob eine „Kultur der Diklusivität“ entsteht, hängt maßgeblich von der Haltung und den Werten der Beteiligten ab. Die Entwicklung einer Haltung zu Diversität und Vielfalt ist der zentrale Ausgangspunkt.
Aus drei Quellen eine Schulkultur
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Kultur als Fundament der Diklusion
Der Beitrag legt ein kulturelles und haltungsbezogenes Fundament für das Konzept der Diklusion: Neben Technik und Struktur sind gemeinsam getragene Werte entscheidend für eine digital-inklusive Schule. Damit liefert er Schulen einen Ausgangspunkt, um Diversität und Digitalität als Kern ihrer Schulgemeinschaft zu verstehen.
Im Wortlaut
In der Weiterführung des Gedankens Stalders (Stalder, 2016) für eine Bildung in der „Kultur der Digitalität“ wird im Beitrag der Aspekt der inklusiven Bildung, der Entwicklung von Haltung und Werten im schulischen Kontext mit dem Fokus auf Digitalität erweitert und aus der pädagogischen Perspektive beleuchtet. Die Kultur der Digitalität wird auf den Bereich des Spannungsfelds von digitalen Medien und Inklusion (Diklusion) übertragen (Schulz, 2018) und die damit zusammenhängenden sozialen und kulturellen Prozesse werden eingeordnet. Die Ausprägung einer „Kultur der Diklusivität“ ist von der Haltung und den Werten der Akteur*innen im schulischen Umfeld geprägt. Die Entwicklung dieser Haltung zu Diversität und Vielfalt sollten für die Ausprägung einer digital-inklusiven Kultur in der Schullandschaft in einer digitalen Gesellschaft zentraler Ausgangspunkt der Überlegungen sein.
Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Stalder, F. (2016). Kultur der Digitalität.
- Schulz, L. (2018). Digitale Medien im Bereich Inklusion.
- Hauck-Thum, U. & Noller, J. (2021). Was ist Digitalität?
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
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