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Artikel im Überblick Zeitschrift · begutachtet Open Access · CC BY-NC-ND 4.0

Gemeinsam digital! Schulleitungshandeln für eine diklusive Schulkultur

Digitale und inklusive Schulentwicklung stellen an Schulleitungen erstaunlich ähnliche Anforderungen. Der Beitrag führt beide zusammen und zeigt, wie Schulleitungshandeln eine diklusive, also digital-inklusive Schulkultur trägt.

Autor:innen
Schulz & Böttinger
Erschienen
2022
Beitragsart
konzeptionell · Schulleitung
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Digital führen, inklusiv führen – zusammengedacht

Der Beitrag fragt, wie Schulleitungen ihre Schule zugleich digital und inklusiv, also „diklusiv“, weiterentwickeln. Er führt Erkenntnisse aus der Schulleitungsforschung zu inklusiver und zu digitaler Schule zusammen und betrachtet sie vor dem Hintergrund einer „Kultur der Digitalität“ und des stetigen gesellschaftlichen Wandels. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame, digital-inklusive Konzeption von Schule, in der beide Perspektiven ineinandergreifen.

Theoretischer Zugang

Zwei Forschungsstränge zusammengeführt

Der konzeptionelle Beitrag verknüpft die Schulleitungsforschung zu inklusiver und zu digitaler Schulentwicklung und ordnet sie in die drei Dimensionen von Bildungsprozessen ein: Kulturen, Strukturen und Praktiken. Daraus werden gemeinsame Anforderungen und Synergien für ein diklusives Schulleitungshandeln abgeleitet.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

Digitale und inklusive Führung ähneln sich

Die Anforderungen an Schulleitungen für eine digitale und für eine inklusive Schule überschneiden sich stark: von zielbezogener Führung über Veränderungsbereitschaft bis zu Visionen und Personalentwicklung.

02 · Kernpunkt

Kulturen, Strukturen, Praktiken

Diklusives Schulleitungshandeln setzt an den drei Dimensionen von Bildungsprozessen an: an der Schulkultur (Haltung), an den Strukturen (Organisation) und an den Praktiken (Unterricht). Zusammen bilden sie einen gemeinsamen Handlungsrahmen.

03 · Kernpunkt

Gemeinsam gedacht entstehen Synergien

Werden beide Perspektiven konsequent zusammen betrachtet, entstehen positive Synergieeffekte. Besonders Schulkultur und Personalentwicklung erweisen sich als Hebel für eine tragfähige diklusive Schule.

Im Bild

Ein Handeln, das beide Perspektiven trägt

Digitale Schulleitung Kultur der Digitalität Inklusive Schulleitung Teilhabe für alle Schulentwicklung Kulturen·Strukturen·Praktiken Diklusives Schulleitungshandeln diklusive Schulkultur mit Synergieeffekten

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Orientierung für Schulleitungen

Der Beitrag zeigt, dass Schulleitungen Digitalisierung und Inklusion als ein gemeinsames Entwicklungsvorhaben führen können. Er bietet einen anschlussfähigen Orientierungsrahmen, um Schulkultur, Strukturen und Praktiken diklusiv auszurichten, und rückt dabei die Haltung des Kollegiums ins Zentrum.

Original-Abstract

Im Wortlaut

Inklusive Schulentwicklung wird seit Jahren erforscht, wodurch u.a. das Handeln von Schulleitungen in den Fokus gerückt ist. Auch das Leben in einer digitalisierten und mediatisierten Gesellschaft unter den Vorzeichen einer „Kultur der Digitalität“ (Stalder, 2016) erfordert eine Schulleitung, die Schule und Kollegium durch diese digitalen Transformationsprozesse leitet und begleitet. Der vorliegende Beitrag führt Erkenntnisse zum Schulleitungshandeln für eine inklusive oder digitale Schule zusammen und betrachtet diese unter dem Aspekt des stetigen Wandels der Gesellschaft und den damit verbundenen Herausforderungen. Diese Dimensionen des Schulleitungshandeln scheinen sich dabei stark zu ähneln. Inhaltlich sollten stets beide Perspektiven betrachtet werden, sodass positive Synergieeffekte wahrscheinlich sind. Sie werden im Schulleitungshandeln zur Etablierung von Kulturen, Strukturen und Praktiken im Rahmen der drei Dimensionen von Bildungsprozessen zusammengeführt.

Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Stalder, F. (2016). Kultur der Digitalität.
  • Huber, S. G. (2012). Schulleitung – Forschung und Qualifizierung.
  • Schulz, L. & Böttinger, T. (2021). Diklusive Lernhilfen: Digital-inklusiver Unterricht im Rahmen des Universal Design for Learning.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schulz, L., & Böttinger, T. (2022). Gemeinsam digital! Schulleitungshandeln für eine diklusive Schulkultur. #schuleverantworten, 2(1), 74–85.

Diese Seite fasst den Beitrag in eigenen Worten zusammen. Das Original-Abstract wird unter der offenen Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 im Wortlaut wiedergegeben.

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