Gemeinsam digital! Schulleitungshandeln für eine diklusive Schulkultur
Digitale und inklusive Schulentwicklung stellen an Schulleitungen erstaunlich ähnliche Anforderungen. Der Beitrag führt beide zusammen und zeigt, wie Schulleitungshandeln eine diklusive, also digital-inklusive Schulkultur trägt.
Digital führen, inklusiv führen – zusammengedacht
Der Beitrag fragt, wie Schulleitungen ihre Schule zugleich digital und inklusiv, also „diklusiv“, weiterentwickeln. Er führt Erkenntnisse aus der Schulleitungsforschung zu inklusiver und zu digitaler Schule zusammen und betrachtet sie vor dem Hintergrund einer „Kultur der Digitalität“ und des stetigen gesellschaftlichen Wandels. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame, digital-inklusive Konzeption von Schule, in der beide Perspektiven ineinandergreifen.
Zwei Forschungsstränge zusammengeführt
Der konzeptionelle Beitrag verknüpft die Schulleitungsforschung zu inklusiver und zu digitaler Schulentwicklung und ordnet sie in die drei Dimensionen von Bildungsprozessen ein: Kulturen, Strukturen und Praktiken. Daraus werden gemeinsame Anforderungen und Synergien für ein diklusives Schulleitungshandeln abgeleitet.
Drei Kernpunkte
Digitale und inklusive Führung ähneln sich
Die Anforderungen an Schulleitungen für eine digitale und für eine inklusive Schule überschneiden sich stark: von zielbezogener Führung über Veränderungsbereitschaft bis zu Visionen und Personalentwicklung.
Kulturen, Strukturen, Praktiken
Diklusives Schulleitungshandeln setzt an den drei Dimensionen von Bildungsprozessen an: an der Schulkultur (Haltung), an den Strukturen (Organisation) und an den Praktiken (Unterricht). Zusammen bilden sie einen gemeinsamen Handlungsrahmen.
Gemeinsam gedacht entstehen Synergien
Werden beide Perspektiven konsequent zusammen betrachtet, entstehen positive Synergieeffekte. Besonders Schulkultur und Personalentwicklung erweisen sich als Hebel für eine tragfähige diklusive Schule.
Ein Handeln, das beide Perspektiven trägt
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Orientierung für Schulleitungen
Der Beitrag zeigt, dass Schulleitungen Digitalisierung und Inklusion als ein gemeinsames Entwicklungsvorhaben führen können. Er bietet einen anschlussfähigen Orientierungsrahmen, um Schulkultur, Strukturen und Praktiken diklusiv auszurichten, und rückt dabei die Haltung des Kollegiums ins Zentrum.
Im Wortlaut
Inklusive Schulentwicklung wird seit Jahren erforscht, wodurch u.a. das Handeln von Schulleitungen in den Fokus gerückt ist. Auch das Leben in einer digitalisierten und mediatisierten Gesellschaft unter den Vorzeichen einer „Kultur der Digitalität“ (Stalder, 2016) erfordert eine Schulleitung, die Schule und Kollegium durch diese digitalen Transformationsprozesse leitet und begleitet. Der vorliegende Beitrag führt Erkenntnisse zum Schulleitungshandeln für eine inklusive oder digitale Schule zusammen und betrachtet diese unter dem Aspekt des stetigen Wandels der Gesellschaft und den damit verbundenen Herausforderungen. Diese Dimensionen des Schulleitungshandeln scheinen sich dabei stark zu ähneln. Inhaltlich sollten stets beide Perspektiven betrachtet werden, sodass positive Synergieeffekte wahrscheinlich sind. Sie werden im Schulleitungshandeln zur Etablierung von Kulturen, Strukturen und Praktiken im Rahmen der drei Dimensionen von Bildungsprozessen zusammengeführt.
Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Stalder, F. (2016). Kultur der Digitalität.
- Huber, S. G. (2012). Schulleitung – Forschung und Qualifizierung.
- Schulz, L. & Böttinger, T. (2021). Diklusive Lernhilfen: Digital-inklusiver Unterricht im Rahmen des Universal Design for Learning.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite fasst den Beitrag in eigenen Worten zusammen. Das Original-Abstract wird unter der offenen Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 im Wortlaut wiedergegeben.