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Artikel im Überblick Buchbeitrag · begutachtet Open Access · CC BY-NC-SA 4.0

Professionalisierung für digital-inklusiven Unterricht

Welche Kompetenzen brauchen angehende Lehrkräfte für einen digital-inklusiven Unterricht? Der Beitrag verbindet Inklusion und digitale Medien zum Konzept der Diklusion und entwirft ein theoriebasiertes Kompetenzmodell.

Autor:innen
Böttinger & Schulz
Erschienen
2023
Beitragsart
konzeptionell · Kompetenzmodell
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Kompetenzen für einen diklusiven Unterricht

Der Beitrag verbindet die beiden Handlungsfelder Inklusion und digitale Medien zum Konzept der Diklusion und fragt, welche Kompetenzen angehende Lehrkräfte für einen digital-inklusiven, heterogenitätssensiblen Unterricht brauchen. Ausgehend von Exklusionsrisiken und Teilhabechancen digitaler Medien wird ein theoriebasiertes Kompetenzmodell für die Lehrer:innenbildung entwickelt.

Theoretischer Zugang

Modelle zusammenführen

Der konzeptionell-theoretische Zugang stellt vorhandene Kompetenzmodelle aus Inklusion und Digitalisierung (u. a. Gebhardt et al., DigCompEdu/Redecker) zusammen und verknüpft sie mit dem Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion. Aus dieser Synopse wird ein integriertes diklusives Kompetenzmodell abgeleitet und diskutiert.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

Diklusion als Rahmenkonzept

Inklusion und digitale Medien werden als sich gegenseitig verstärkende Bereiche gedacht, deren Synergien Teilhabe im heterogenitätssensiblen Unterricht ermöglichen.

02 · Kernpunkt

Fünf Ebenen digitaler Wirkung

Digitale Medien wirken auf fünf Ebenen (Individuum, Lernen, Lerngruppe, Organisation und Gesellschaft) und decken von assistiver Kompensation bis zur Medienbildung das gesamte Feld ab.

03 · Kernpunkt

Sechs Kernkompetenzen

Aus der Synopse entsteht ein Modell aus sechs Kernkompetenzen (u. a. digital-inklusives Grundlagenwissen sowie fachbezogene, diagnostische und didaktische Kompetenzen), eingebettet in Kontextfaktoren wie professionelle Haltung und eigene Medienkompetenz.

Im Bild

Aus vielen Modellen ein diklusives

Inklusions­kompetenzen Fachmodelle Digital­kompetenzen DigCompEdu u. a. Fünf-Ebenen-Modell Diklusion Synopse der Modelle diklusives Kompetenzmodell · 6 Kompetenzen

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Grundlage für Curricula

Das Modell bietet der Lehrer:innenbildung eine strukturierte Grundlage, um Curricula für digital-inklusiven Unterricht zu entwickeln und dabei digitale und inklusive Anforderungen zusammen zu denken. Es macht die Verzahnung beider Bereiche konkret. Zugleich betonen die Autor:innen, dass die Kompetenzen dynamisch und reflexiv an gesellschaftlichen Wandel angepasst werden müssen.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Gebhardt, M., Kuhl, J., Wittich, C. & Wember, F. (2018). Kompetenzbereiche inklusiver Bildung in der Lehramtsausbildung.
  • Redecker, C. (2017). DigCompEdu – Europäischer Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender.
  • Schulz, L. (2018). Fünf-Ebenen-Modell zum Einsatz digitaler Medien im inklusiven Unterricht.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Böttinger, T., & Schulz, L. (2023). Professionalisierung in der Lehrer:innenbildung für einen digital-inklusiven Unterricht. In T. Irion, T. Böttinger & R. Kammerl (Hrsg.), Professionalisierung für digitale Bildung im Grundschulalter. Ergebnisse des Forschungsprojekts P3DiG. Waxmann.

Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originalbeitrag ist Open Access (Lizenz CC BY-NC-SA 4.0) und frei zugänglich.

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