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Diklusive Sprachbildung: digitale Medien im Bereich Sprache

Warum gehören digitale Medien und Sprachbildung zusammen? Der Beitrag verbindet beide zu einer „diklusiven Sprachbildung“, die Chancengerechtigkeit und Teilhabe stärkt.

Autor:innen
Schulz & Reber
Erschienen
2023
Beitragsart
konzeptionell · Fachdidaktik Sprache
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Medien und Sprache gehören zusammen

Der Beitrag verbindet zwei zentrale Schulentwicklungsfelder, digitale Medien und Inklusion, zum Konzept der „diklusiven Sprachbildung“ für die Fachrichtung Sprache: einer digital-inklusiv gedachten sprachlichen Bildung. Er zeigt, warum digitale Medien und sprachliche Bildung zusammengehören: Beide sind gesellschaftlich allgegenwärtig und ermöglichen Teilhabe. Ziel ist eine sprachliche Förderung entlang aller Interventionsebenen, die die Potenziale digitaler Medien didaktisch ausschöpft.

Theoretischer Zugang

Modelle zusammengeführt

Der theoretisch-konzeptionelle Zugang führt drei bestehende Modelle zusammen: das RTI-Stufenmodell, das SAMR-Modell und die Trias „Teilhabe in / an / durch Medien und Sprache“. Verknüpft werden sie mit dem Forschungsstand zur Wirksamkeit digitaler Medien in der Sprachförderung.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

Teilhabe in, an und durch

Sowohl Medien als auch Sprache eröffnen gesellschaftliche Teilhabe auf drei Feldern: Präsenz von Vielfalt (in), Barrierefreiheit (an) und aktive Partizipation mit Unterstützungshilfen (durch). Diklusive Sprachbildung führt beide Bereiche systematisch zusammen.

02 · Kernpunkt

Förderung entlang der RTI-Ebenen

Sprachliche Bildung reicht von alltagsintegrierter Förderung im Regelunterricht über gezielte Kleingruppenangebote bis zur intensiven Einzelfallförderung. Mit steigender Ebene nimmt vor allem der Grad der diagnosegeleiteten Individualisierung zu, nicht die Art der Maßnahmen.

03 · Kernpunkt

Didaktische Einbettung entscheidet

Am SAMR-Modell wird deutlich, dass digitale Medien erst auf höheren Stufen neuartige Lernprozesse ermöglichen und dort gute Effekte erzielen. Vergleichsstudien „mit oder ohne Medien“ greifen zu kurz; entscheidend sind die didaktische Umsetzung und eine kriteriengeleitete App-Auswahl.

Im Bild

Zwei Felder, ein Hebel für Teilhabe

Digitale Medien SAMR-Modell Sprachbildung RTI-Ebenen Teilhabe in · an · durch Diklusive Sprachbildung Chancengerechtigkeit & Teilhabe

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Vom Ob zum Wie des Medieneinsatzes

Der Beitrag liefert einen begrifflichen und didaktischen Rahmen, um digitale Medien in der Sprachbildung als integralen Bestandteil und als Hebel für Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu denken. Er verschiebt den Blick von der Frage „ob Medien wirken“ hin zu „wie sie didaktisch eingebettet werden“. Lehrkräfte erhalten damit konzeptionelle Orientierung für eine inklusiv-digitale Praxis.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Puentedura, R. R. (2013). SAMR-Modell zur Reflexion des Medieneinsatzes.
  • Ritterfeld, U. & Niebuhr-Siebert, S. (2020). Digitale Medien und Spracherwerb.
  • Zierer, K. (2018). Lernen 4.0 – Pädagogik vor Technik? Wirkfaktoren digitaler Medien im Anschluss an die Hattie-Studie.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schulz, L., & Reber, K. (2023). Diklusive Sprachbildung: Digitale Medien im Bereich Sprache – Warum gehören digitale Medien und Sprache/Sprachbildung zusammen? In J. Betz & J.-R. Schluchter (Hrsg.), Schulische Medienbildung und Digitalisierung im Kontext von Behinderung und Benachteiligung. Beltz Juventa.

Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.

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