Diklusive Sprachbildung: digitale Medien im Bereich Sprache
Warum gehören digitale Medien und Sprachbildung zusammen? Der Beitrag verbindet beide zu einer „diklusiven Sprachbildung“, die Chancengerechtigkeit und Teilhabe stärkt.
Medien und Sprache gehören zusammen
Der Beitrag verbindet zwei zentrale Schulentwicklungsfelder, digitale Medien und Inklusion, zum Konzept der „diklusiven Sprachbildung“ für die Fachrichtung Sprache: einer digital-inklusiv gedachten sprachlichen Bildung. Er zeigt, warum digitale Medien und sprachliche Bildung zusammengehören: Beide sind gesellschaftlich allgegenwärtig und ermöglichen Teilhabe. Ziel ist eine sprachliche Förderung entlang aller Interventionsebenen, die die Potenziale digitaler Medien didaktisch ausschöpft.
Modelle zusammengeführt
Der theoretisch-konzeptionelle Zugang führt drei bestehende Modelle zusammen: das RTI-Stufenmodell, das SAMR-Modell und die Trias „Teilhabe in / an / durch Medien und Sprache“. Verknüpft werden sie mit dem Forschungsstand zur Wirksamkeit digitaler Medien in der Sprachförderung.
Drei Kernpunkte
Teilhabe in, an und durch
Sowohl Medien als auch Sprache eröffnen gesellschaftliche Teilhabe auf drei Feldern: Präsenz von Vielfalt (in), Barrierefreiheit (an) und aktive Partizipation mit Unterstützungshilfen (durch). Diklusive Sprachbildung führt beide Bereiche systematisch zusammen.
Förderung entlang der RTI-Ebenen
Sprachliche Bildung reicht von alltagsintegrierter Förderung im Regelunterricht über gezielte Kleingruppenangebote bis zur intensiven Einzelfallförderung. Mit steigender Ebene nimmt vor allem der Grad der diagnosegeleiteten Individualisierung zu, nicht die Art der Maßnahmen.
Didaktische Einbettung entscheidet
Am SAMR-Modell wird deutlich, dass digitale Medien erst auf höheren Stufen neuartige Lernprozesse ermöglichen und dort gute Effekte erzielen. Vergleichsstudien „mit oder ohne Medien“ greifen zu kurz; entscheidend sind die didaktische Umsetzung und eine kriteriengeleitete App-Auswahl.
Zwei Felder, ein Hebel für Teilhabe
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Vom Ob zum Wie des Medieneinsatzes
Der Beitrag liefert einen begrifflichen und didaktischen Rahmen, um digitale Medien in der Sprachbildung als integralen Bestandteil und als Hebel für Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu denken. Er verschiebt den Blick von der Frage „ob Medien wirken“ hin zu „wie sie didaktisch eingebettet werden“. Lehrkräfte erhalten damit konzeptionelle Orientierung für eine inklusiv-digitale Praxis.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Puentedura, R. R. (2013). SAMR-Modell zur Reflexion des Medieneinsatzes.
- Ritterfeld, U. & Niebuhr-Siebert, S. (2020). Digitale Medien und Spracherwerb.
- Zierer, K. (2018). Lernen 4.0 – Pädagogik vor Technik? Wirkfaktoren digitaler Medien im Anschluss an die Hattie-Studie.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.