Diklusive Schulentwicklung: Zugänge zu einer Schule für alle
Wie entwickelt sich eine einzelne Schule gezielt zu einer „diklusiven“, also digital-inklusiven Schule? Der Beitrag verbindet Schulentwicklungsmodelle mit dem Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion.
Digitalisierung und Inklusion gemeinsam denken
Der Beitrag entwirft, wie sich eine einzelne Schule gezielt zu einer „diklusiven“ Schule weiterentwickeln kann, in der digitale Medien und Inklusion systematisch miteinander verbunden sind. Digitale Medien werden dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Hebel für Teilhabe aller Lernenden im Sinne eines weiten Inklusionsverständnisses. Herzstück ist das Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion, das systematisch entlang der Handlungsfelder von Schulentwicklung durchbuchstabiert wird.
Modelle der Schulentwicklung verknüpft
Der theoriegeleitete Zugang verbindet etablierte Schulentwicklungsmodelle mit dem eigenen Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion. Den Ausgangspunkt bildet Rolffs Drei-Wege-Modell, erweitert um Technologie- und Kooperationsentwicklung. Jedes Handlungsfeld wird mit theoriebasierten Praxisbeispielen illustriert.
Drei Kernpunkte
Fünf Ebenen der Diklusion
Digital-inklusiver Unterricht wird über fünf Ebenen aufgeschlüsselt: vom Lernen durch Medien (Individuum, u. a. assistive Technologien) über das Lernen mit Medien in der Lerngruppe bis zum Lernen über Medien (Gesellschaft/Medienbildung). So werden individuelle Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe zusammengedacht.
Fünf Dimensionen der Entwicklung
Diklusion wird nicht nur im Unterricht, sondern über Organisations-, Technologie-, Personal- und Kooperationsentwicklung verankert. Das Fünf-Ebenen-Modell dient als gemeinsames Raster, um schulweite Vereinbarungen und Standards abzustimmen.
Leitbild und Kompetenz sind entscheidend
Digitale Medien sind nicht automatisch barrierefrei und können auch Exklusion erzeugen. Es braucht daher ein inklusives Leitbild und die Kompetenz der Lehrkräfte, Medien heterogenitätssensibel einzusetzen. Technologie- und Personalentwicklung gehören dabei eng zusammen.
Ein Modell trägt die Schulentwicklung
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Ein Orientierungsrahmen für Schulen
Der Beitrag liefert Schulen einen strukturierten Orientierungsrahmen, um Digitalisierung und Inklusion nicht getrennt, sondern als ein gemeinsames Entwicklungsvorhaben anzugehen. Er übersetzt bildungspolitische Forderungen (u. a. KMK, UNESCO-Kommission) in konkrete Handlungsfelder und macht Diklusion als Leitidee für die Schulentwicklung anschlussfähig.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Eickelmann, B. & Gerick, J. (2017). Lehren und Lernen mit digitalen Medien – Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Implikationen für die Schulentwicklung.
- Rolff, H.-G. (2018). Grundlagen der Schulentwicklung.
- Schulz, L. (2021). Diklusive Schulentwicklung – Erfahrungen und Erkenntnisse der Multiplikator:innenausbildung in Schleswig-Holstein.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.