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Diklusive Lernhilfen: Unterricht im Rahmen des Universal Design for Learning

Der Grundlagenbeitrag, in dem das „UDL diklusiv“ erstmals ausgearbeitet wird: Wie digitale Medien entlang der drei Säulen des Universal Design for Learning Barrieren abbauen und Lernwege für alle öffnen.

Autor:innen
Schulz & Böttinger
Erschienen
2021
Beitragsart
konzeptionell · Rahmenmodell
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Digitale Medien: Risiko und Chance

Der Beitrag zeigt, dass digitale Lernumgebungen für viele Lernende Ausgrenzungsrisiken bergen, etwa beim selbstregulierten Lernen oder bei der Informationsverarbeitung; in der Corona-Pandemie wurde das besonders deutlich. Zugleich eröffnen digitale Medien große Chancen, der Vielfalt der Schülerschaft gerecht zu werden. Als tragfähigen theoretischen Rahmen führen die Autor:innen das Konzept der Diklusion mit dem Universal Design for Learning zusammen und entwickeln daraus erstmals ein „UDL diklusiv“.

Theoretischer Zugang

Zwei Rahmenmodelle verknüpft

Der konzeptionell-theoretische Zugang bezieht Diklusion (fünf Ebenen digital-inklusiver Schulentwicklung) und das evidenzbasierte Universal Design for Learning aufeinander. Für jede der drei UDL-Säulen wird systematisch herausgearbeitet, welche Unterstützungsmöglichkeiten digitale Medien bereitstellen. Diese Adaption tragen die Autor:innen als „UDL diklusiv“ zusammen.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

Diklusion als Rahmen

Die programmatische Kopplung von digitalen Medien und Inklusion wird über fünf Ebenen (Individuum, Lernen, Lerngruppe, Organisation, Gesellschaft) beschrieben und richtet den Fokus auf individualisierten Unterricht und Teilhabe für alle.

02 · Kernpunkt

Drei Säulen des UDL

Das UDL wird über seine drei Prinzipien dargestellt: multiple Möglichkeiten des Engagements, multiple Mittel der Repräsentation von Informationen sowie multiple Mittel für Handlung und Ausdruck sollen Lernbarrieren abbauen und Lernwege für alle öffnen.

03 · Kernpunkt

Adaption „UDL diklusiv“

Für jede Säule zeigen die Autor:innen konkret, wie digitale Werkzeuge unterstützen: Medienproduktion und Gamification für Engagement, Text-to-Speech und multimodale Darstellung für Repräsentation sowie vielfältige Ausdrucks- und Kommunikationswege. Eingebettet sind sie jeweils in eine bewusste didaktische Planung.

Im Bild

Drei Säulen, digital gestützt

Engagement Lernmotivation Repräsentation Information Handlung & Ausdruck Ausdruckswege UDL diklusiv – digitale Unterstützung je Säule barrierearmer Unterricht für alle

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Der Ursprung des UDL diklusiv

Der Beitrag liefert die erstmalige Ausarbeitung des „UDL diklusiv“ für den deutschsprachigen Raum und schließt damit eine Lücke zwischen Inklusionsdidaktik und digitaler Bildung. Er bietet Lehrkräften einen anschlussfähigen Orientierungsrahmen, um digitale Medien gezielt für Barrierefreiheit und individuelle Förderung einzusetzen. Auf diesen Ansatz bauen zahlreiche spätere Arbeiten auf.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • CAST (2018). Universal Design for Learning Guidelines (Version 2.2).
  • Schulz, L. (2018). Digitale Medien im Bereich Inklusion (Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion).
  • Rao, K. & Meo, G. (2016). Using Universal Design for Learning to Design Standards-Based Lessons (UDL Design Cycle).

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Schulz, L., & Böttinger, T. (2021). Diklusive Lernhilfen: Digital-inklusiver Unterricht im Rahmen des Universal Design for Learning. Zeitschrift für Heilpädagogik, 72, 436–450.

Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.

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