#Diklusion: Digitale Medien zur Sprachförderung im inklusiven Unterricht
Der Beitrag überträgt das Konzept der Diklusion auf den Förderschwerpunkt Sprache und ordnet, wer im multiprofessionellen Team welche digital gestützte Sprachförderung übernimmt.
Diklusion für die sprachliche Bildung
Der Beitrag überträgt das Konzept der Diklusion, also digital-inklusive Bildung als programmatische Verbindung digitaler Medien mit inklusivem Unterricht, auf den Bereich der sprachlichen Bildung. Er zeigt, wie digitale Medien einerseits ausgrenzend wirken können, andererseits aber große Potenziale bieten, um Kinder und Jugendliche in ihrer sprachlichen Entwicklung inklusiv zu unterstützen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Handlungsfelder allgemeinbildender und sonderpädagogischer Lehrkräfte im Förderschwerpunkt Sprache sinnvoll ordnen lassen.
Vom Modell zur Rollenverteilung
Der konzeptionell-theoretische Zugang geht vom Diklusions-Ansatz und dem Fünf-Ebenen-Modell aus und ergänzt diese um eine systematische, mit Praxisbeispielen belegte Verortung von Aufgaben und Zuständigkeiten der beteiligten Lehrkräfte.
Drei Kernpunkte
Fünf-Ebenen-Modell der Diklusion
Digitale Medien wirken auf fünf Ebenen inklusiv: assistive Unterstützung des Individuums, individualisiertes Lernen mit Medien, Kollaboration in der Lerngruppe, Organisation und Entlastung der Lehrkraft sowie gesellschaftliche Teilhabe durch Medienkompetenz. Für den Sprachbereich wird jede Ebene mit konkreten Fördermöglichkeiten gefüllt.
Rollenklärung im Team
Alle Lehrkräfte brauchen ein diklusives Grundwissen, während spezifische, hoch spezialisierte Aufgaben eine sonderpädagogische Expertise im Bereich Sprache erfordern. Der Beitrag ordnet die Zuständigkeiten von allgemeinbildender und sonderpädagogischer Lehrkraft entlang der fünf Ebenen zu.
Förderung entlang linguistischer Ebenen
Für Pragmatik, Semantik, Morphologie/Syntax, Phonetik/Phonologie und Schriftsprache werden passende digitale Werkzeuge aufgezeigt, etwa elektronische Kommunikationssysteme, Wortschatz-Tools, VR-Simulationen zum Präsentieren oder Screenreader. Die Übergänge zwischen den Zuständigkeiten sind fließend.
Fünf Ebenen, ein Team
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Orientierung fürs multiprofessionelle Team
Der Beitrag bietet Forschung und Praxis einen Orientierungsrahmen, um digital gestützte Sprachförderung inklusiv zu denken und die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team zu strukturieren. Er verbindet die Digitalisierung der Schule mit dem Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe und schärft zugleich das sich wandelnde sonderpädagogische Anforderungsprofil im Förderschwerpunkt Sprache.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Stalder, F. (2021). Kultur der Digitalität (5. Aufl.). Suhrkamp.
- Schulz, L. & Reber, K. (2021). Diklusive Sprachbildung – Digitale Medien im Förderschwerpunkt Sprache.
- Schulz, L. (2021). Diklusive Schulentwicklung. MedienPädagogik, 41, 32–54.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.