Diklusion in der Lehrkräftebildung – ein Praxisbericht
Wie kommt Diklusion in die universitäre Lehrkräftebildung? Der Praxisbericht stellt ein Seminarkonzept vor, in dem angehende Lehrkräfte kreative Medienarbeit im inklusiven Setting selbst erproben und reflektieren.
Haltung entsteht durch Erfahrung
Der Beitrag zeigt, wie das gemeinsame Denken von digitalen Medien und Inklusion (Diklusion) in die universitäre Lehrkräftebildung integriert werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie angehende Lehrkräfte durch eigene Erfahrungen und Reflexion eine tragfähige Haltung für digital-inklusiven Unterricht entwickeln. Vorgestellt wird dazu ein konkretes Seminarkonzept aus der Medienbildung.
Theorie, Erprobung, Reflexion
Der praxis- und erfahrungsbasierte Zugang verortet zunächst Haltung, Theorie-Praxis-Verhältnis und reflexives Lernen theoretisch. Anschließend wird ein erprobtes Seminarkonzept dargestellt und eine erste explorative, qualitative Auswertung aus Sicht der Studierenden vorgestellt.
Drei Kernpunkte
Diklusion als verknüpfter Denkrahmen
Digitale Medien und Inklusion werden nicht additiv, sondern als sich gegenseitig stützende Grundpfeiler verstanden, aus deren Verschränkung Synergien für Teilhabe und Chancengleichheit entstehen.
Reflexion und eigene Erfahrung
Weil die Forschungslage zur Kombination beider Bereiche noch dünn ist, sind eigene Erfahrungen und deren Reflexion entscheidend, damit Studierende professionelle Handlungsmuster und eine tragfähige Haltung ausbilden.
Erprobtes Seminarkonzept
Ein Seminar aus der Medienbildung lässt Studierende kreative Medienarbeit im inklusiven Setting selbst erproben; die explorative Auswertung deutet auf Konsequenzen für eine praxisnahe Lehrkräftebildung hin.
Vom Erleben zur Haltung
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Digitalisierung und Inklusion strukturell verankern
Der Praxisbericht liefert einen konkreten Ansatzpunkt, wie Hochschulen die eng verknüpften Zukunftsthemen Digitalisierung und Inklusion in der Lehrkräftebildung strukturell verankern können. Er verschiebt den Fokus von reiner Wissensvermittlung hin zu erfahrungs- und reflexionsbasierter Kompetenzentwicklung. Damit adressiert er eine zentrale Voraussetzung für chancengerechten Unterricht in heterogenen Klassen.
Im Wortlaut
Digitale Medien und Inklusion (Diklusion) beschreiben zwei wesentliche Herausforderungen in der Schule. Exklusionsrisiken beim Einsatz digitaler Medien einerseits und die Chancen des Einsatzes digitaler Medien für eine chancengleiche Bildung andererseits begründen die Notwendigkeit der Implementation der Mega-Themen in die Lehrkräftebildung. Im vorliegenden Beitrag wird zunächst der Praxis-Theorie-Komplex innerhalb der Universität, sowie die Notwendigkeit des reflexiven Lernens für die Umsetzung eines digital-inklusiven Unterrichts diskutiert. Anschließend wird ein Seminarkonzept aus der Medienbildung vorgestellt, das als wesentliches Element eine Erprobung kreativer Medienarbeit im inklusiven Setting beinhaltet. Eine erste explorative qualitative Auswertung dieses sowie mögliche Konsequenzen für die Lehrkräftebildung werden aus Perspektive der Studierenden vorgestellt.
Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Bosse, I. (2019). Digitalisierung und Inklusion. Schule inklusiv, 4, 4–9.
- Böttinger, T. & Schulz, L. (2021). Diklusive Lernhilfen. Digital-inklusiver Unterricht im Rahmen des Universal Design for Learning. Zeitschrift für Heilpädagogik, 72, 436–450.
- Deutsche UNESCO-Kommission (2021). Für eine chancengerechte Gestaltung der digitalen Transformation in der Bildung.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
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