Digitale Medien im Bereich Inklusion
Der frühe Grundlagenbeitrag, der Medienpädagogik und Inklusion zusammenführt und mit dem Fünf-Ebenen-Modell die begriffliche Wurzel des späteren Konzepts der „Diklusion“ legt.
Zwei Felder erstmals systematisch verbunden
Der Grundlagenbeitrag verbindet die bis dahin selten zusammengedachten Felder Medienpädagogik und Inklusion und klärt die dafür nötigen Grundbegriffe. Er entwickelt ein systematisches Ordnungsmodell, das aufzeigt, auf welchen Ebenen digitale Medien inklusiven Unterricht unterstützen können: von der individuellen Assistenz bis zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Modelle und Vorgaben verknüpft
Der theoretisch-konzeptionelle Zugang verknüpft bestehende Modelle (u. a. Niesyto und Schluchter, Luder sowie Kamin und Hester) mit bildungspolitischen Vorgaben (KMK-Strategie 2016, UN-Behindertenrechtskonvention) zu einem eigenen Ebenenmodell und ordnet die Einsatzintentionen digitaler Medien im inklusiven Unterricht.
Drei Kernpunkte
Fünf-Ebenen-Modell
Der Beitrag systematisiert den Medieneinsatz auf fünf Ebenen: Individuum (assistive Unterstützung), Lernebene (Individualisierung), Lerngruppe (Methodenerweiterung), Organisation (Unterstützung der Lehrenden und Diagnostik) und Gesellschaft (Teilhabe am digitalen Leben).
Lernen mit, über und durch Medien
Die Ebenen werden mit unterschiedlichen Einsatzintentionen verknüpft: Lernen durch Medien (Assistenz), Lernen mit Medien (Individualisierung und Methodik), Lehren mit Medien (Vorbereitung und Diagnostik) sowie Lernen über Medien (gesellschaftliche Teilhabe).
Medien als Hebel für Teilhabe
Assistive Technologien ermöglichen es Lernenden, sich zu bewegen, zu kommunizieren, zu lesen und zu schreiben und so am Unterricht und Schulleben teilzunehmen. Damit leisten digitale Medien einen deutlichen Beitrag zur Verwirklichung inklusiver Bildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.
Die Wurzel der Diklusion
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Ein Orientierungsraster für die Lehrerbildung
Der Beitrag legt eine frühe begriffliche und konzeptionelle Grundlage für das spätere Konzept der Diklusion, der systematischen Verbindung von digitalen Medien und Inklusion, und macht digitale Medien systematisch für inklusive Bildung anschlussfähig. Als Grundlagentext der Lehrerbildung ordnet er ein bis dahin unübersichtliches Feld und liefert Lehrkräften wie Studierenden ein handhabbares Orientierungsraster.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Kultusministerkonferenz (2016). Bildung in der digitalen Welt. Strategie der KMK.
- Fisseler, B. (2012). Digitale Medien und assistive Technologien im inklusiven Unterricht.
- Kamin, A.-M. & Hester, T. (2015). Ansätze zur Konzeptualisierung inklusiver Medienbildung.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.