Über mich01 Forschung02 Projekte03 Publikationen04 Vorträge05 Lehre06 Medien07 Kontakt08
StartLinkedInORCID
Publikationen
Artikel im Überblick Zeitschrift · begutachtet Open Access · CC BY-ND 4.0

Was Technologien ermöglichen könnten: assistive Technologien in der Lehrkräftebildung

„For a person with disabilities, technology makes things possible.“ Der Beitrag zeigt, warum assistive Technologien Teilhabe eröffnen und wie die Lehrkräftebildung die Lücke zwischen ihrer Relevanz und ihrer geringen Nutzung schließen kann.

Autor:innen
Krstoski & Schulz
Erschienen
2023
Beitragsart
konzeptionell · Lehrkräftebildung
Sprache
Deutsch
Worum geht es?

Technik, die Teilhabe möglich macht

Der Beitrag beschäftigt sich mit assistiven Technologien (AT), also speziellen Hilfsmitteln, die manche Schüler:innen für die gleichberechtigte, aktive Teilhabe am Unterricht benötigen. Er beschreibt ihren Einsatz im schulischen Umfeld und die Optionen ihrer Implementation im Alltag und grenzt sie über den Fokus auf das Individuum von Barrierefreiheit und Universal Design ab.

Theoretischer Zugang

Von der Bestandsaufnahme zum Seminarkonzept

Der konzeptionelle Beitrag ordnet den Forschungs- und Praxisstand zu assistiven Technologien und leitet daraus einen Vorschlag für ein Seminarkonzept für die erste Phase der Lehrer:innenbildung ab. Leitidee ist die Planung des AT-Einsatzes im transdisziplinären Team.

Zentrale Ergebnisse

Drei Kernpunkte

01 · Kernpunkt

AT machen Teilhabe möglich

Assistive Technologien richten den Blick auf das einzelne Kind und eröffnen Optionen der Partizipation: Sie ermöglichen manchen Lernenden erst das aktive Mitmachen an Unterricht und Bildung.

02 · Kernpunkt

Relevanz-Implementations-Lücke

Obwohl die Relevanz assistiver Technologien hoch eingeschätzt wird, ist ihre tatsächliche Nutzung in Schulen gering. Zwischen Anspruch und Alltag klafft eine deutliche Lücke.

03 · Kernpunkt

Antwort: die Lehrkräftebildung

Der Mangel sollte über eine Lehrer:innenbildung adressiert werden, die Kompetenzen für die Planung des AT-Einsatzes im transdisziplinären Team aufbaut. Dafür wird ein konkretes Seminarkonzept vorgeschlagen.

Im Bild

Vom Hilfsmittel zur Ausbildungsfrage

Assistive Technologien Fokus Individuum Teilhabe „makes things possible“ Transdisziplinäres Team Planung AT in der Lehrkräftebildung Seminarkonzept & Kompetenzen für den AT-Einsatz

Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).

Bedeutung

Assistive Technologien früh verankern

Der Beitrag verankert ein oft übersehenes, aber teilhaberelevantes Thema früh in der Lehrkräftebildung: Assistive Technologien werden als Voraussetzung gleichberechtigter Teilhabe sichtbar gemacht. Damit liefert er einen konkreten Ansatzpunkt, die Kluft zwischen anerkannter Relevanz und tatsächlicher schulischer Nutzung zu verringern.

Original-Abstract

Im Wortlaut

Die kürzlich verstorbene Behindertenrechtsaktivistin Judy Heumann beschreibt die Bedeutsamkeit digitaler Medien im Sinne Assistiver Technologien (AT): „For most of us, technology makes things easier. For a person with disabilities, it makes things possible“ (Edyburn, 2020, S. 11). Zur gleichberechtigten aktiven Teilhabe am Unterricht und damit an Bildung benötigen manche Schüler:innen spezielle Hilfsmittel. Assistive Technologien bieten Optionen der Partizipation (Fisseler, 2020) und lassen sich aufgrund des Fokus auf das Individuum von Barrierefreiheit und Universal Design weitestgehend abgrenzen. Der Beitrag beschreibt den Einsatz von Assistiven Technologien im schulischen Umfeld sowie die Optionen der Implementation im schulischen Alltag. Die einerseits hoch eingeschätzte Relevanz von Assistiven Technologien (Edyburn, 2020) geht gleichzeitig mit einer geringen Implementation in der Schule einher (Bouck & Long, 2021). Diesem Mangel sollte mit einer Lehrer:innenausbildung begegnet werden, die Kompetenzen hervorbringt, die die Lehrkräfte in einem transdisziplinären Team den Einsatz von Assistiven Technologien planen lässt. Der Vorschlag für ein Seminarkonzept für die erste Phase der Lehrer:innenbildung wird abschließend dargelegt.

Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.

Literatur

Zentrale Bezugnahmen des Beitrags

  • Edyburn, D. L. (2020). Rapid Literacy Assessment: Assistive Technology.
  • Fisseler, B. (2020). Assistive Technologie und Universal Design for Learning.
  • Bouck, E. C. & Long, H. (2021). Assistive Technology and Students with Disabilities.

Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.

Zitation & Volltext

Zum Nachlesen

Krstoski, I., & Schulz, L. (2023). Was Technologien ermöglichen könnten – Zur Bedeutung Assistiver Technologien für die Lehrer:innenbildung. QfI – Qualifizierung für Inklusion, 5(2).

Diese Seite fasst den Beitrag in eigenen Worten zusammen. Das Original-Abstract wird unter der offenen Lizenz CC BY-ND 4.0 im Wortlaut wiedergegeben.

Alle Publikationen Zum Volltext (DOI)