Was Technologien ermöglichen könnten: assistive Technologien in der Lehrkräftebildung
„For a person with disabilities, technology makes things possible.“ Der Beitrag zeigt, warum assistive Technologien Teilhabe eröffnen und wie die Lehrkräftebildung die Lücke zwischen ihrer Relevanz und ihrer geringen Nutzung schließen kann.
Technik, die Teilhabe möglich macht
Der Beitrag beschäftigt sich mit assistiven Technologien (AT), also speziellen Hilfsmitteln, die manche Schüler:innen für die gleichberechtigte, aktive Teilhabe am Unterricht benötigen. Er beschreibt ihren Einsatz im schulischen Umfeld und die Optionen ihrer Implementation im Alltag und grenzt sie über den Fokus auf das Individuum von Barrierefreiheit und Universal Design ab.
Von der Bestandsaufnahme zum Seminarkonzept
Der konzeptionelle Beitrag ordnet den Forschungs- und Praxisstand zu assistiven Technologien und leitet daraus einen Vorschlag für ein Seminarkonzept für die erste Phase der Lehrer:innenbildung ab. Leitidee ist die Planung des AT-Einsatzes im transdisziplinären Team.
Drei Kernpunkte
AT machen Teilhabe möglich
Assistive Technologien richten den Blick auf das einzelne Kind und eröffnen Optionen der Partizipation: Sie ermöglichen manchen Lernenden erst das aktive Mitmachen an Unterricht und Bildung.
Relevanz-Implementations-Lücke
Obwohl die Relevanz assistiver Technologien hoch eingeschätzt wird, ist ihre tatsächliche Nutzung in Schulen gering. Zwischen Anspruch und Alltag klafft eine deutliche Lücke.
Antwort: die Lehrkräftebildung
Der Mangel sollte über eine Lehrer:innenbildung adressiert werden, die Kompetenzen für die Planung des AT-Einsatzes im transdisziplinären Team aufbaut. Dafür wird ein konkretes Seminarkonzept vorgeschlagen.
Vom Hilfsmittel zur Ausbildungsfrage
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Assistive Technologien früh verankern
Der Beitrag verankert ein oft übersehenes, aber teilhaberelevantes Thema früh in der Lehrkräftebildung: Assistive Technologien werden als Voraussetzung gleichberechtigter Teilhabe sichtbar gemacht. Damit liefert er einen konkreten Ansatzpunkt, die Kluft zwischen anerkannter Relevanz und tatsächlicher schulischer Nutzung zu verringern.
Im Wortlaut
Die kürzlich verstorbene Behindertenrechtsaktivistin Judy Heumann beschreibt die Bedeutsamkeit digitaler Medien im Sinne Assistiver Technologien (AT): „For most of us, technology makes things easier. For a person with disabilities, it makes things possible“ (Edyburn, 2020, S. 11). Zur gleichberechtigten aktiven Teilhabe am Unterricht und damit an Bildung benötigen manche Schüler:innen spezielle Hilfsmittel. Assistive Technologien bieten Optionen der Partizipation (Fisseler, 2020) und lassen sich aufgrund des Fokus auf das Individuum von Barrierefreiheit und Universal Design weitestgehend abgrenzen. Der Beitrag beschreibt den Einsatz von Assistiven Technologien im schulischen Umfeld sowie die Optionen der Implementation im schulischen Alltag. Die einerseits hoch eingeschätzte Relevanz von Assistiven Technologien (Edyburn, 2020) geht gleichzeitig mit einer geringen Implementation in der Schule einher (Bouck & Long, 2021). Diesem Mangel sollte mit einer Lehrer:innenausbildung begegnet werden, die Kompetenzen hervorbringt, die die Lehrkräfte in einem transdisziplinären Team den Einsatz von Assistiven Technologien planen lässt. Der Vorschlag für ein Seminarkonzept für die erste Phase der Lehrer:innenbildung wird abschließend dargelegt.
Original-Abstract der Publikation. Die Lizenz CC BY-ND 4.0 erlaubt die Wiedergabe im Wortlaut.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Edyburn, D. L. (2020). Rapid Literacy Assessment: Assistive Technology.
- Fisseler, B. (2020). Assistive Technologie und Universal Design for Learning.
- Bouck, E. C. & Long, H. (2021). Assistive Technology and Students with Disabilities.
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite fasst den Beitrag in eigenen Worten zusammen. Das Original-Abstract wird unter der offenen Lizenz CC BY-ND 4.0 im Wortlaut wiedergegeben.