Assistive Technologien und KI als Alltagstechnologie im diklusiven Englischunterricht
Die Grenze zwischen assistiver und alltäglicher Technik verschwimmt. Verbunden mit dem Universal Design for Learning ermöglicht das Teilhabe im Fremdsprachenunterricht.
Englisch lernen – mit Technik für alle
Englischsprachige Medien sind für viele Kinder Alltag; Schüler:innen aus benachteiligten Familien haben jedoch seltener Zugang (Krüger 2023). Ein digital-inklusiver Fremdsprachenunterricht ist deshalb eine Frage der Chancengerechtigkeit. Das Konzept der Diklusion (Schulz 2021) beschreibt genau diese systematische Verbindung von digitalen Medien und Inklusion: Digitale Medien werden so eingesetzt, dass sie Teilhabe im gemeinsamen Unterricht vergrößern.
Konzeptioneller Beitrag mit Praxisbezug
Der Beitrag ist konzeptionell. Er systematisiert Assistive Technologien (AT), also individuell angepasste Hilfsmittel, die Zugang zu Bildung ermöglichen, und grenzt sie von Alltagstechnologien ab, die zunehmend für assistive Zwecke genutzt werden (etwa AirPods mit Hörgerätefunktion oder Bedienungshilfen am iPad). Auf dieser Grundlage arbeitet er das Potenzial KI-gestützter Technologien für den Englischunterricht aus und schließt es an den Rahmen des Universal Design for Learning (Pilgrim & Ward 2017) an.
Drei Kernaussagen
Sprachkontakt ist ungleich verteilt
Digitale Medien können authentischen Sprachkontakt schaffen und den Sprachinput über den Unterricht hinaus erhöhen, gerade für Lernende mit weniger Zugang.
Alltagstechnik wird assistiv
Die Grenze zwischen Assistiven Technologien und Alltagstechnologien verschwimmt: KI-gestützte Funktionen machen Mainstream-Geräte zu Hilfsmitteln für viele.
UDL + AT denken Teilhabe zusammen
Erst die Kombination aus Universal Design for Learning und Assistiven (Alltags-)Technologien liefert umfassende Lösungen für die diverse learning needs aller Lernenden.
Wenn Alltagstechnik zum Hilfsmittel wird
Eigene Darstellung der Kernidee (nicht Teil der Originalpublikation).
Was das für die Praxis heißt
Lehrkräfte müssen nicht auf teure Spezialgeräte warten: Viele Alltagsgeräte tragen bereits assistive, zunehmend KI-gestützte Funktionen in sich. Werden sie bewusst und im Rahmen des Universal Design for Learning eingesetzt, eröffnen sie im Englischunterricht authentischen Sprachkontakt, Differenzierung und Teilhabe, und zwar für Lernende mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen.
Zentrale Bezugnahmen des Beitrags
- Schulz, L. (2021). Diklusion – Lehren und Lernen mit digitalen Medien in inklusiven Settings.
- Pilgrim, J., & Ward, A. (2017). Universal Design for Learning. (Rahmenkonzept UDL)
- Krstoski, I., & Schulz, L. (2023). Zur Bedeutung assistiver Technologien für die Lehrer:innenbildung. QfI – Qualifizierung für Inklusion, 5(2).
- Petko, D. (2014). Einführung in die Mediendidaktik. Beltz.
- Krüger, M. (2023) · Chilla, S., & Filk, C. (2021) · Hallet, W., Surkamp, C., & Vogt, K. (2020). (Fremdsprachendidaktik & digitale Teilhabe)
Auswahl der im Beitrag verwendeten Literatur; vollständige Nachweise im Original.
Zum Nachlesen
Diese Seite ist eine eigene Zusammenfassung in eigenen Worten. Der Originaltext des Verlags wird nicht wiedergegeben, das Abstract also nicht im Wortlaut zitiert.